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Hopfen und Malz - Gott erhalt´s!

Biergeschichte

Bier ist das Ergebnis eines Zufalls. Um 4000 vor Christus war es, als ein Brotbäcker zwischen Euphrat und Tigris den Teig zu lange in der Sonne stehen ließ. Die Hefekulturen setzten darauf hin einen Gärprozess in Gang. Das Resultat: eine pappige, klebrige Masse mit berauschender Wirkung.
 
Der Vorläufer des heutigen Bieres war entdeckt.

In der darauffolgenden Geschichte ist es wissenschaftlich bestätigt, dass die ersten Biere um 800 vor Christus in der Nähe von Kulmbach gebraut wurden.

Mit der Erschließung der internationalen Handelswege und dem Zusammenschluss von Städten in den Hansebund um 1358 profitierten die Bierbrauer.

Große Mengen von Exportbier gingen
nach Holland, Flandern, England und nach Skandinavien. Eine landesweite Verordnung folgte dann am 23. April 1516. An jenem denkwürdigen Tag verfügten Herzog Wilhelm IV. von Bayern und sein mitregierender Bruder Ludwig X. das Gebot, dass zur Herstellung von Bier einzig und alleine Gerstenmalz, Hopfen und Wasser zu verwenden sei.

Der technische Fortschritt brachte auch für die Bierwirtschaft große Neuerungen mit sich. Der Ausbau des Schienennetzes um 1835 für den Transportsektor und die bahnbrechenden Forschungsergebnisse von dem französischen Chemiker und Mikrobiologen Louis Pasteur Mitte des 19. Jahrhunderts mit Mikroorganismen in der Hefe. Louis Pasteur stellte fest, dass es zwei unterschiedliche Hefearten gibt: ober- und untergärige.

Der große Aufwand für die Kühlung des Bieres im Sommer wurde durch Carl von Linde mit der Erfindung der Kältmaschine im Jahr 1873 enorm verringert. So konnte auch im Sommer untergäriges Bier bei sommerlichen Außentemperaturen gebraut werden.
Im Gegensatz zur obergärigen Hefe, die Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad bevorzugt, bedarf es bei untergäriger Hefe nämlich einer Brautemperatur von 4 bis höchstens 9 Grad Celsius.

In Deutschland werden zur Zeit in 1279 Brauereien Bier gebraut. Auf dem deutschen Markt kann der Kunde unter mehr als 6000 verschiedenen Biersorten wählen. Die Markenvielfalt ist in der Welt einzigartig.